Auf Deutsch, Bücher

Überlegungen zum E-Book / Nachlese zur Buchmesse

Beim Young Professionals Day auf der Frankfurter Buchmesse gab es mehrere Vorträge, die sich mit aktuellen Entwicklungen in der Buchbranche beschäftigen. Besonders interessant war für mich der e-Publishing Workshop von Peter Schmid-Meil (@derlektor).

Auch wenn Schmid-Meils Workshop eigentlich nur Einführungscharakter hatte, hat er doch einige wichtige Punkte treffend, kurz und knapp auf den Punkt gebracht.

„Es gibt keinen Schutz fuer Buecher / E-Books.“

DRM und Co. erschweren das Lesen von E-Books. Noch herrscht bei vielen die Ansicht vor, man müsse die Buecher schützen. Dass jeder Kopierschutz umgangen werden kann und eigentlich alles irgendwo (wenn auch nicht legal) im Internet zu bekommen ist, wird übersehen. Stattdessen machen es die Verlage dem Kunden schwer.

„Apple und Amazon sind erfolgreich, weil sie vom Kunden aus denken.“

Dazu ein Beispiel von mir: Ein Kollege wollte sich neulich ein E-Book auf sein iPad laden. Das ging aber gar nicht so einfach, denn er hatte keine App zum Lesen für das DRM-geschützte Buch. Eine andere Kollegin erklärte ihm, welche Schritte er unternehmen müsste, um das E-Book zu lesen. Er darauf: “Das ist ja, wie wenn ich ein Auto beim Händler kaufe, es dann aber erstmal 3 km schieben muss, um es aufzutanken, damit ich dann endlich losfahren kann.” Ich finde den Vergleich recht treffend.

Es wird nicht vom Kunden gedacht oder wenn, dann von “bösen” Kunden. Kunden, die E-Books zigfach herunterladen und kopieren und umsonst an alle ihre Freunde weitergeben. Schmid-Meil argumentiert so:

„Die Leute, die sich das Buch umsonst herunterladen, würden es nie bezahlen, denen ist es nichts Wert. Wir wollen die Personen als Kunden, die bereit sind, Geld auszugeben.“

Und genau diesen Personen sollte man es doch ermöglichen, ein E-Book mit all seinen Vorteilen zu genießen und es lesen zu können, wie, wann und wo sie wollen.

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