Fushimi Inari

Der Fushimi Inari Taisha in Kyoto ist einer der bekanntesten Schreibe Japans. Nicht nur ausländische Touristen, sondern auch viele Japaner besuchen ihn gerne. Warum ich schon mehrmals dort war und dir einen Besuch dort unbedingt empfehle, erfährst du in diesem Beitrag. Schon auf dem Weg zum Fushimi Inari drängen sich die Besucher. Wie bei fast …

Der Fushimi Inari Taisha in Kyoto ist einer der bekanntesten Schreibe Japans. Nicht nur ausländische Touristen, sondern auch viele Japaner besuchen ihn gerne. Warum ich schon mehrmals dort war und dir einen Besuch dort unbedingt empfehle, erfährst du in diesem Beitrag.

Schon auf dem Weg zum Fushimi Inari drängen sich die Besucher. Wie bei fast jedem größeren Tempel oder Schrein in Japan ist das Heiligtum gar nicht so heilig, wie man es sich vorstellt: Die Straßen zum Tempel hin sind reine Verkaufsstraßen, auf denen man Souvenirs und Essen kaufen kann.

Lokale Souvenirs zum Verkauf

In Japan üblich: Mit Wachs nachgebildet präsentiert dieses Restaurant seine Speisen

Einen kleinen Imbiss und Getränke sollte man sich bei warmem Wetter allerdings schon hier mitnehmen – der Aufstieg zum Schrein ist lang. Der Fushimi Inari – und das ist ein absoluter Pluspunkt, umfasst nämlich einen ganzen Berg. Stufe und Stufe und Tor um Tor erklimme ich in zunächst einer guten halben Stunde den Berg. Durch die vielen Bäume rund um den Pfad der Tore entlang ist es schön frisch und je weiter man nach oben kommt, desto mehr entfernt man sich vom Trubel der Stadt.

Die Tore, japanisch torii säumen den Weg. Die Tore werden übrigens gespendet, die Schriftzeichen auf jedem Tor verraten den Spender.

Viele Japaner machen sich für den Schreinbesuch schick. Das gibt tolle Fotomotive wie hier.

Auf dem Weg nach oben gibt es immer wieder Getränkeautomaten zur Erfrischung oder auch kleine Pausenbereiche zum Einkehren.

Allerdings gibt es davon für japanische Verhältnisse doch recht wenig. Hinzu kommt, dass der Fushimi Inari ein heiliger Ort ist und es deshalb ab einem gewissen Punkt keine Toiletten mehr gibt. Wer also wirklich bis ganz nach oben möchte oder oben angekommen noch den Rundweg gehen möchte, sollte dies einplanen.

Endlich angekommen gibt es zur Belohnung Ruhe und eine tolle Aussicht.

Oben auf dem Berg sprudelt auch eine Quelle. Diese Schöpflöffel sind zum Reinigen der Hände vor dem Schreinbesuch, ein religiöses Ritual.

Der Rückweg bergab ist deutlich leichter als der Hinweg und ich verrate dir schon jetzt: Du kannst dich gleich noch auf eine sehr leckere Belohnung freuen! Zunächst bietet sich aber noch die Gelegenheit, beim Tempel selbst ein paar schöne Souvenirs zu kaufen.

Diese Füchse kann man kaufen ähnlich wie kleine Gebetsschildchen in anderen Tempeln, auf die man seine Wünsche schreibt. Es bringt sicher Glück, dem Fuchs ein Gesicht aufzumalen 😉

Nicht fehlen darf natürlich ein Mini-Torii zum Mitnehmen!

Einen ganz besonderes Foto konnte ich bei meinem ersten Besuch im Fushimi Inari machen – es war zugleich der Tag, an dem Michelle Obama dort zu Gast war. Schon beim Aufstieg wurde es immer leerer, nur einzelne Polizisten schauten zwischen den Toren hervor:

Während ich die Stille genoss, kam unten die damalige First Lady der USA an. Und während der Fushimi Inari dann irgendwann für die Öffentlichkeit gesperrt wurde, saß ich oben auf dem Berg und durfte nicht mehr runter. Irgendwann wurde ich dann von Sicherheitskräften neben den Toren begleitet, während sich unter den Toren eine Delegation aus Japanern und Amerikanern an den Aufstieg machte.

Es lohnt sich also immer, ein wenig Proviant mitzunehmen. Viel schöner ist es allerdings, sich nachher mit einem leckeren Ramen-Set zu belohnen. Der kleine Ramen-Imbiss Men Kou Bou Ren, der von innen wirklich heimelig eingerichtet ist, befindet sich direkt gegenüber der Fushimi-Inari-Bahnstation.

Hier gibt es sehr leckere, kräftige Tonkotsu Ramen, beispielsweise als Mittagsmenü mit Reis und Karaage:

Am Bahnsteig mache ich dann das letzte schöne Foto für diesen Tag. Bis zum nächsten Mal!

FAQ Fushimi Inari

Kann man den Fushimi Inari auch nachts besuchen?

Ja, das ist durchaus möglich. Gerade in den späten Nachmittags- und Abendstunden ist es etwas weniger voll als tagsüber und das kann ein Pluspunkt für alle sein, die das Gedränge nicht so gern mögen. Die Wege sind ausreichend ausgeleuchtet. Allerdings kann es auch etwas unheimlich werden, zwischen den beleuchteten Toren in vollkommener Dunkelheit und Stille umherzuwandern.

Zu welcher Jahreszeit sollte man den Fushimi Inari besuchen?

Da die Torii von Wald umgeben sind, macht die Jahreszeit bis auf den Winter für den Schreinbesuch wenig aus. Da man viel laufen muss, ist entscheidend, dass es nicht zu heiß und schwül ist, wenn man den Fushimi Inari besucht.

Lohnt sich ein Tagestrip nach Kyoto für den Fushimi Inari?

Ein ganzer Tag wäre vielleicht etwas zu viel für einen einzigen Schreinbesuch. Um sich ausführlich Zeit zu nehmen, reichen meiner Ansicht nach zwei bis drei Stunden. Praktisch ist, dass der Fushimi Inari vom Bahnhof Kyoto aus sehr schnell zu erreichen ist. Das macht ihn zu einem guten Anlaufpunkt für einen Tagestrip. Von dort aus kann man dann direkt mit der Keihan-Line Richtung Norden/Sanjo fahren und sich ein wenig Kyotos Innenstand oder das berühmte Gion-Viertel anschauen!

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